Pressemitteilung zur Jahrespressekonferenz der Spielwarenbranche am 3. November 2009 in Nürnberg
Klassisches Spielzeug wächst gegen den
Trend
Seit Jahren haben wir in etwa dasselbe Bild. Der Markt für klassisches Spielzeug
ist stabil. Umgesetzt wurden im Jahr 2008 2,29 Mrd. Euro, ausgedrückt
in Einzelhandelspreisen (Steigerung zu 2007 = 2,7 %) (Quelle: Eurotoys).
Und in diesem Jahr werden die Umsätze deutlicher steigen als in den Vorjahren
– trotz Finanzkrise....
Auch die deutsche Produktion blieb mit 1,16 Mrd. stabil, das entspricht einer Steigerung von 1,6 % zu 2007, nach einer Steigerung von 6,6 % zu 2006 (Quelle: Statistisches Bundesamt/Nostheide Verlag).
Beides ist keine Selbstverständlichkeit. Die Geburtenraten haben sich noch nicht energisch aufgemacht, um aus der tiefen Talzone zu kommen (Steigerung im Jahr 2008 0,73 % auf jetzt 690.000, nach 1,8 % im Vorjahr). Und noch im Jahr 2008 verzeichnet Mattscheibenspielzeug höhere Zuwachsraten als klassisches Spielzeug.
Für Spielen, das die heranwachsende Persönlichkeit entwickelt, war, ist und bleibt klassisches Spielzeug die erste Wahl. Dies zeigt sich exemplarisch am so nicht erwarteten Erfolg von „Spielen macht Schule“, initiiert vom DVSI.
Für die Lieferanten von klassischem Spielzeug reicht die Gewissheit, gerade die Spielzeuge herzustellen, die unsere Gesellschaft nachhaltig braucht, natürlich nicht. Die Lieferanten brauchen den Erfolg jetzt. Erfolg aber ohne Wachstum ist bis jetzt von unseren Ökonomien nicht gelernt. Die Lieferanten holen sich das notwendige Wachstum im Wesentlichen aus dem Export. Ein Großteil der exportierten Produkte wird von in Deutschland ansässigen Unternehmen importiert.
Auf diese Weise wurden seit 2005 die Importe um über 80 % auf 5,1 Mrd. Euro, die Exporte um über 170 % auf 5,4 Mrd. Euro gesteigert (Quelle: Statistisches Bundesamt/Nostheide Verlag).
So wandelte sich der ehemalige Spielwaren-Weltmarktführer Deutschland zu einer der wichtigsten Drehscheiben für den internationalen Spielwarenmarkt. Und das ist kein Zufall, denn Deutschland ist unerreicht in der Welt was Kultur, Qualität und Vielfalt von klassischem Spielzeug angeht.
Die höchsten Steigerungsraten im Export weisen die EU-Mitgliedsstaaten, aber auch Osteuropa und die Schweiz als Empfängerländer auf.
Zahlen und Fakten zur Spielwarenbranche Mitarbeiter/innen Die Beschäftigten in der Spielzeugherstellung in der BRD sind im Jahr 2008 um 0,4 % auf 11.082 Beschäftigte gestiegen. Im Vorjahr lag die Beschäftigung bei 11.037 Personen, dies entsprach einer Steigerungsrate von 2 % zu 2006 (gemessen werden nur Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitern).
Demographie Geburtenzahlen 2002 719 250 2003: 706 721 (- 1,7 %) 2004: 705 622 (- 0,2 %) 2005: 686 000 (- 2,8 %) 2006: 672 724 (- 1,9 %) 2007: 685.000 (+ 1,8%) 2008: 690.000 (+ 0,73%)
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03.11.2009
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