Die Migrationsgrenzwerte der neuen Spielzeugrichtlinie schließen ein Gesundheitsrisiko mit genügender Sicherheit aus!
Der DVSI bezieht Stellung zur Diskussion um höhere Grenzwerte in der neuen Spielzeugrichtlinie....

Der Migrationsgrenzwert zeigt an, welche Menge der löslichen Elemente aus einem Spielzeugmaterial unter kontrollierten Bedingungen in den Körper übergehen darf (Erläuterung in DIN EN 71-3 Sicherheit von Spielzeug, Migration bestimmter Elemente) und lässt sich ableiten aus den erlaubten Tagesdosen (ETD). Die ETD bezeichnet die Dosis einer Substanz, die bei lebenslanger täglicher Einnahme als medizinisch unbedenklich betrachtet wird. Handelt es ich um ungewollte Verunreinigungen, spricht man von einer tolerierten Tagesdosis (engl. Tolerable Daily Intake, TDI).
Die Migrationswerte der neuen Spielzeugrichtlinie basieren auf dem Sachverstand des Scientific Commitee on Toxicity, Ecotoxicity and the Environment (CSTEE), welches TDI’s für chemische Elemente festgelegt hat. Von diesen festgelegten Werten dürfen 10% von Spielzeug ausgeschöpft werden. Unter Einbeziehung der Basisannahme, dass durchschnittlich 8 mg Spielzeugmaterial/Tag aufgenommen werden, ergeben sich dann die Grenzwerte.
Das CSTEE besteht aus von der EU anerkannten europaweit führenden Toxikologen – aus Deutschland sind Mitglieder:
• Professor Helmut A. Greim, TU München
• Professor Wolfgang Dechant, Universität Würzburg
Dieses Konzept, hinter das sich der DVSI stellt, ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und aus Gesichtspunkten des vorbeugenden Gesundheitsschutzes richtig.
Stuttgart, 22. Dezember 2009
Dr. Volker Schmid
Geschäftsführer